Dieses Blog durchsuchen

Willkommen

... im Blog der Familie Hämmerle.
Wir berichten hier immer wieder Aktuelles aus unserem Tier- und Menschenleben.
Viel Spaß damit.

Samstag, 20. Februar 2010

Umzug von Hämmerle´s Welt

Der Blog ist umgezogen. Die neue Adresse lautet: www.myhaemmerle.de.

Sonntag, 14. Februar 2010

Vom Harveys zum Südbahnhof

nach vielen Jahren Abstinenz war heute wieder ein Frühstück bei Harveys in Frankfurt angesagt. Das Harveys besticht durch seine tollen Räumlichkeiten. Sehr hohe Decken, große hohe Fenster und ein sehr schönes Ambiente. Und natürlich ein tolles Frühstück. Gut gestärkt ging es dann weiter in eine weitere Kultstätte Frankfurts, in den Südbahnhof. An der gleichnamigen S-Bahn-Haltestelle gelegen. Waymond Harding hat mit seinen Soulprotectors mal wieder mächtig eingeheizt bis der Saal tobte und der Tag verging wie im Flug. So kommt man ganz gut über den Fasching. Aber nächstes Jahr wird dann Karneval gefeiert! Fest versprochen, am 1. Januar in Cape Town beim Cape Town Minstrel Carnival.

Donnerstag, 4. Februar 2010

Die Reiseplanung für Südafrika 2010 / 2011 steht

So, jetzt steht auch der erste Teil der Südafrika-Reise 2010/2011. Nach der Ankunft in Johannesburg am 11. Dezember geht es nach einer Übernachtung in Johannesburg weiter in den Krüger Nationalpark. Dort werden wir 5 Nächte in einem Baumhaus schlafen und von dort Safaris bei Tag und Nacht, per 4x4 und zu Fuß durchführen. Von dort geht es dann mit dem gemieteten 4x4 weiter nach Swaziland, Newcastle, Drakensberge in das Königreich Lesotho. Dort werden wir drei Nächte verbringen und dieses faszinierende Land erkunden. Weiter geht es von dort nach Durban, wo wir den Flieger nach George nehmen. Wieder mobil mit dem nächsten Mietwagen geht es von George nach Oudtshoorn, wo wir Weihnachten im Straussennest von Carmen und Dario verbringen. Dort freuen wir uns natürlich riessig auf den Besuch bei unserem Patenkind Chantelle und ihrer Familie. Weiter gehts nach Knysna, das auf unserer letzten Reise zu kurz gekommen ist. Dort werden wir vier Tage bleiben und die herrliche Umgebung erkunden. Über Swellendam, wo wir natürlich wieder in der Marula Lodge haltmachen und dem liebevollen Franschhoek geht es weiter nach Cape Town. Natürlich wieder in Toms Guesthouse zu Guenter und Martin. Silvester und Karneval in Cape Town bilden also den tollen Abschluss der Reise, bevor es leider wieder mit dem Flieger zurück ins kalte Deutschland geht.
Heute sind die Buchungsbestätigungen von Doris Meixner (www.bhabhathane.co.za) gekommen. Doris Meixner hat uns tatkräftig und zielsicher bei der Planung und Buchung vor allem des ersten Reiseteils sowie der Mietwagen und Inlandsflüge unterstützt. Jetzt zählen wir die Tage bis es losgeht! Leider noch ziemlich viele.

Sonntag, 31. Januar 2010

Mit der BMW auf dem Harley-Treffen

Joe Bonamassa, dieser geniale und in den Medien völlig unterschätzte Blues-Musiker aus den USA kommt nach Deutschland! Durch Zufall habe ich dies im Internet entdeckt. Was wäre das Leben ohne Internet! Schnell die Karten online gebucht, bevor diese einmalige Chance weg ist. Erst zu Hause habe ich dann genauer recherchiert, wo ich eigentlich gelandet bin: Auf dem großen Harley-Treffen "Magic Bike Rüdesheim". Und das als eingefleischter BMW GS-Fahrer! Macht nichts. Am Freitag den 4. Juni gehts mit der GS zu den Harley-Kollegen. Wenn sie mir blöd kommen, was ja überhaupt nicht zu erwarten ist, lade ich sie auf eine Runde Schotterpiste ein ;-) Gepflegte Landstrasse kann jeder. Also gibt es einen Tag Harleys gucken mit dem typischen Biker-Begleitprogramm. Und am Abend dann die große Blues-Party mit Joe Bonamassa!!!!!
Let´s blues.
Ich habe noch eine Karte zu vergeben!

Sonntag, 24. Januar 2010

Planungen für Weihnachten und Silvester 2010 sowie Karneval 2011

Ich bin ja zugegebenermaßen ein echter Silvester-Muffel, aber das kommende Silvester wird der Knaller. Günter und Martin von Toms Guesthouse in Kapstadt waren natürlich etwas verblüfft, dass wir kaum abgereist schon mit der Reservierungsanfrage für Silvester 2010/2011 um die Ecke kamen. Aber diese Location mussten wir uns natürlich sichern. Am 2. Januar steht in Kapstadt dann Karneval auf dem Programm. Die Coloured nehmen dann einen Tag die Stadt ein. Geschmückt in farbigen Kostümen und natürlich mit der entsprechenden musikalischen Untermalung. Da ich durch die schwäbisch-alemannische Fastnacht vorgeprägt bin, ist das natürlich ganz nach meinem Geschmack. Auch in den Towns von Kapstadt "Cape Flats" gibt es Zünfte "Klops", die sich das ganze Jahr auf diesen Tag vorbereiten.Wir können es kaum erwarten.
Auch das kommende Weihnachten wird natürlich etwas anders aussehen. Wir werden an Weihnachten in Oudtshorn sein, wo unser Patenkind Chantelle lebt. Übernachtet wird natürlich wieder im Straussennest bei Carmen und Dario.

Die Urlaubsplanung macht schon richtig Freude und lenkt von dem kalten Wetter ab. Jetzt gilt es noch die erste Urlaubshälfte mit Krüger Nationalpark, Königreich Swaziland und eventuell Lesotho zu planen. Das ist neues Terrain.

Freitag, 22. Januar 2010

Südafrika wir kommen wieder!

Der Südafrika-Virus hat uns erwischt und so haben wir, kaum ein paar Tage aus Südafrika zurück, wieder Flüge gebucht. Diesmal geht es von Frankfurt nach Johannesburg (Jo-burg), ein paar Tage Safari im Krüger Nationalpark und dann weiter  über Swaziland, Lesotho in bereits bekannte Gefilde. Gestoppt wird natürlich in Oudtshoorn bei Chantelle und dem Straussennest. Silvester wird in Kapstadt bei Günter und Martin in Tom`s Guesthouse gefeiert. Am 4. Januar 2011 gehts dann leider wieder zurück - ausser eine Immobilienmaklerin hat uns erfolgreich bequatscht und auch noch einen Job besorgt. So der Plan. Leider gehts erst ab 10. Dezember los.Für die letzte Südafrikareise hatten wir eine Woche Vorbereitung, Jetzt fast ein Jahr.Vielleicht dazwischen ein Kurztrip für eine Woche??

Freitag, 15. Januar 2010

Southafrica Blues

Ich höre ja leidenschaftlich gerne Blues, aber dieser Blues liegt mir gar nicht - der Southafrica Blues. Von deutlich über 30 Grad Celsius und einem superleckeren Entrecote an der Waterfront zum Abschied ins winterlich kalte trübe Deutschland. Da muß man ja den Blues bekommen.Die Nachtflüge sind ideal: abends einsteigen, morgens aus dem Sitz entquetschen und wieder aussteigen. Und der ganze Tag liegt noch vor einem. So rückt Südafrika noch ein Stück näher. Denn das Gläschen Wein zum Abendessen war nicht ganz so lecker wie die letzten Tage. Es war einfach ein toller Urlaub. Aber was hat diesen Urlaub so besonders gemacht gegenüber den anderen Reisezielen wie Vietnam, USA oder Bangkok? Es ist die Kombination aus Übernachtung im Bed&Breakfast, einer faszinierenden abwechslungseichen Natur und beeindruckenden Tieren, besonders aber den freundlichen hilfsbereiten Menschen. Ob arm oder reich, Südafrikaner oder Auswanderer, schwul, lesbisch oder hetero, wir haben in diesen drei Wochen viele Menschen getroffen, uns gut unterhalten und viel gelernt über dieses Land mit so vielen Problemen und Widersprüchen. Für die kleine Chantelle in Oudtshorn haben wir Verantwortung übernommen.Von der lockeren Art und der absoluten Serviceorientierung versuche ich mir etwas mitzunehmen. Die Suche nach einem vernünftigen Steak-Restaurant im Großraum Frankfurt startet gleich morgen.Wer hat gute Tips? Ab jetzt hält uns die schiere Hoffnung auf den nächsten Trip nach Südafrika warm.Wir werden wieder live berichten! Sponsoren willkommen!

Donnerstag, 14. Januar 2010

13.01.2010 Table Mountain, Cape Town

Zum Ende des Urlaubs gibt die südafrikanische Sonne noch einmal Alles! Schon morgens flüchten wir zum Frühstück in den Schatten. Doch der Tafelberg ist seit Tagen erstmals wieder frei von Wolken. Damit steht auch schon ein zentraler Teil des Tagesprogramms. Ausgestattet mit Mütze und Sonnenschirm geht es los zur Kabelbahn. Hier erwartet uns das erste Mal so eine richtige Warteschlange. In dieser entdecken wir aber die belgische Familie wieder, mit der wir durch Addo und Schotia getourt sind. Die Gondel dreht sich auf dem Weg nach oben um sich selbst, so dass man einen tollen Ausblick auf Cape Town bekommt. Schön zu sehen ist das neue Stadion, rechtzeitig fertig geworden für die WM. Das hatte den Südafrikanern kaum einer zugetraut. Alle Arbeiter bekommen zwei Freikarten für die Spiele. Wahrscheinlich landen viele davon auf dem Schwarzmarkt und können noch direkt vor Beginn der Spiele gekauft werden. Vom Tafelberg hat man auch einen schönen Blick auf Robben Island, die Gefängnisinsel auf der Nelson Mandela lange in Haft war. Tickets für eine Tour müssen allerdings Wochen bis Monate zuvor bestellt werden, um einen Platz auf dem Schiff für die Überfahrt zu ergattern. Eine Woche Vorbereitung für unsere Reise war hierfür natürlich zu kurz. Noch ein Grund wiederzukommen. Nach einem Rundweg über den Berg gings zurück zu Tom´s Guesthouse, wo Guenter gerade versuchte einem kleinen schwarzen Boy das Schwimmen beizubringen. Fast keines der schwarzen Kinder hier kann schwimmen, obwohl sie hier am Meer aufwachsen. Apropopos Schwimmen im Meer. Diese Woche gab es eine tödliche Haiattacke an einem Beach hier in Cape Town. Es soll ein riessiger Hai gewesen sein, der nahe ans Ufer kam, wo die Wassertiefe nur noch zwei Meter beträgt. Der Hai hat einen Urlauber aus einer Schwimmergruppe attackiert und getötet. Zunehmend kehren die Haie in ihr ursprüngliches Revier zurück und treffen dort auf Menschen, die ihnen ihren Lebensraum streitig machen. Das geht nicht immer gut. Der Bericht über den Haiangriff in den lokalen Medien ist nichts für schwache Nerven.Nachdem wir uns von der heissen Tour auf dem Tafelberg am Pool erholt hatten ging es Cape Town unsicher machen. Ich muß zugeben, ich habe mich in Cape Town unsterblich verliebt. Es gibt unzählige stylische Cafes und Restaurants. Dank des Wetters spielt sich das Leben auf den Strassen und in den Restaurants ab. Und das alles ganz easy und locker. Die Waterfront ist dafür sehr modern mit Läden, in denen alle Labels angeboten werden, die stylisch und teuer sind. Ich habe selbst in Bad Homburg noch nie so viele teure Autos auf einem Fleck gesehen wie hier in Cape Town. Wer Geld hat, zeigt es auch. Es ist aber amerikanisch, das heisst es wird kein Kult daraus gemacht und es fehlt laut Aussagen der Deutsch-Südafrikaner der deutsche Neidfaktor. Beim Barber an der Waterfront gab es noch einen neuen Haarschnitt. Abends war ein Steak bei Rick´s Cafe angesagt. Die gesamte Einrichtung des Restaurants ist dem Film Casablanca nachempfunden. Ein tolles Ambiente und wiederum ein vorzüglicher Service. Ohne vorherige Reservierung geht allerdings gar nichts. Ich habe schon Angst vor unserem ersten Restaurantbesuch in Deutschland. Egal wo dies sein wird, das gibt einen Absturz was Service und Freundlichkeit anbelangt. Den Abend haben wir mit neu angereisten Gästen am Pool bei einer Flasche Wein verbracht. Sie sind jetzt erst einmal 10 Tage in Cape Town, dann für vier Wochen mit dem Camper unterwegs. Da kann man schon neidisch werden! Noch eine Nacht, noch ein Frühstück. Gott sei Dank haben wir den Nachtflug mit Lufthansa direkt nach Frankfurt. So haben wir noch einen letzten Tag vor dem Abflug, um den Mietwagen abzugeben und noch einmal Cape Town unsicher zu machen.
Cape Town, we will be back!
Dies ist der letzte Teil des Reiseberichts live aus Südafrika. Der nächste Bericht kommt aus good old cold Germany, wo Manuel und unsere beiden Mini-Chetaahs Crispy und Crunchy schon auf uns warten.Es hat mir Spaß gemacht täglich meine Eindrücke und Erlebnisse hier niederzuschreiben. Ich hoffe, ihr habt möglichst viel an diesem Spaß teilhaben können und ein bisschen Feeling für Südafrika bekommen und der Funke ist vielleicht bei dem einen oder anderen übergesprungen. Die Fußballwütigen werden ohnehin schon eine Reise nach Südafrika planen oder sich mit dem Gedanken tragen. Geniesst die Spiele, aber lasst euch auf Land und Leute ein, wenn der Schiri das Spiel abgepfiffen hat. Ihr werdet es nicht bereuen!

Mittwoch, 13. Januar 2010

12.01.2010 Cape of Good Hope

Ausgerüstet mit einer Karte und vielen guten Tips von Guenter von Tom´s Guesthouse ging es auf die Tour zum Kap der guten Hoffnung. Eine sehr schöne Tour entlang der Küsten zum Cape Point und Cape of Good Hope. Irgendwie haben sich aber alle Tiere versteckt an diesem Tag. Weder die die gefürchteten Baboons-Affen waren zu sichten, von denen es unzählige Geschichten gibt, wie sie Touristen um ihr Hab und Gut bringen, um etwas Essbares zu erwischen. Noch die Pinguine. Aber wir sind in diesem Urlaub so verwöhnt worden mit Tiererlebnissen, dass wir uns nicht beschweren wollen. Abends ging es dann mit Guenter und Martin sowie zwei weiteren deutschen Gästen lecker zum Essen. Bei einem Gläschen Wein im Guesthouse wurden Geschichten rund um Südafrika ausgetauscht. Einer der Gäste aus dem hohen Norden Deutschlands berichtete von seinem Waisenhaus für Kinder, das er in Knysna gebaut hat. Guenter und Martin bauen Häuser im Township. Mit relativ wenig Geld lässt sich hier viel bewegen. Zum Beispiel durch die Versorgung de Kinder mit gesunder Nahrung wie Obst und Gemüse. Vielen Kindern fehlen bereits früh die Zähne aufgrund der schlechten einseitigen Ernährung. Dies ist nicht nur eine Frage des sich leisten könnens, sondern die Kinder kennen einfach kein Obst und Gemüse und müssen erst an das gesunde Essen herangeführt werden. Große Hoffnungen werden in die anstehende Fußball-WM gesetzt. Vor allem auch um ein objektiveres Bild im Ausland über Südafrika zu entwickeln, das heute sehr stark geprägt ist durch Berichte über Gewalt und Verbrechen. Dies gibt es natürlich, aber sehr stark konzentriert auf bestimmte Städte und Regionen und die Townships. Wir haben uns hier in Südafrika immer sehr sicher und wohl gefühlt. 

Dienstag, 12. Januar 2010

11.01.2010 Stellenbosch, Cape Town

Den vormittag haben wir in Stellenbosch verbummelt. Hier gibt es zahlreiche nette Cafes und Restaurants. Noch ist es relativ ruhig, aber wenn am 1. Februar die Studenten zum Einschreiben kommen, geht hier wohl der Bär ab. Von unserem B&B Albarosa haben wir den Tip bekommen, dass in Spier ein Cheetah-Park mit kleinen Cheetahs ist und ein Restarant, in dem es afrikanisches Essen in afrikanischer Atmosphäre gibt. Cheetah Outreach hat sich der Aufzucht von Cheetah-Babys gewidmet sowie der Aufklärung über diese Tiere und dem Schutz dieser Tiere vor dem Menschen. Die Cheetah-Babys kann man gegen eine enstrechende Eintrittsgebühr streicheln. Kein Vergleich allerdings mit unserem Cheetah-Walk, bei dem wir viel längere Zeit mit den Tieren verbringen konnten und einen intensiveren Kontakt zu diesen majestätischen Tieren hatten. Interessant und empfehelnswert ist das gleich nebenan liegende Restaurant Moyo. In einer Zeltlandschaft gibt es ein Büffet mit einer riessigen Auswahl an afrikanischen Speisen. Begleitet wid das ganze durch ein folkloristisches Rahmenprogramm mit Tanzgruppen und Bemalung. Natürlich touristisch aber trotzdem sehr nett gemacht. Dann ging es weiter zu unserer ersten und letzten Station auf der Reise: Cape Town. Vonn Stellenbosch sind es nur 40 Minuten zu fahren, doch fährt man auf dieser kurzen Strecke wie in eine andere Welt. Rechts und links der Strasse sind wieder riessige Townships zu sehen und der Verkehr ist wieder einer Großstadt angemessen. Wieder etwas ungewohnt, nachdem wir lange Strecken auf einsamen Strassen unterwegs waren. Dank Navi ist unser B&B in Cape Town schnell gefunden. Wir sind in Toms Guesthouse, wo wir von Martin und Guenter herzlich empfangen wurden. Toms Guesthouse ist uns in Deutschland von Kolegen, die bereits dort waren sehr ans Herz gelegt worden. Und tatsächlich, bei Guenter und Martin ist man in Cape Town sehr gut aufgehoben. Das wird unser Stamm-B&B in Cape Town. Aber erst einmal gilt es das Auto Cape-Town-tüchtig zu machen. Das heisst: völlig entrümpeln. Denn wo es auch nur das kleinste Anzeichen für etwas Lohnenswertes gibt droht das Aufbrechen des Autos. Also auch keine (leeren) Tüten oder Verpackungen und den Zigarettenanzünder wieder einstecken, denn dies deutet auf ein Navi hin, was unser Wägelchen sofort zum Ziel der Begierde macht. Gut vorbereitet geht es abends zur Bayside in das Bayside Cafe, um den Sonnenuntergang bei einem delikaten Filletsteak und einem Fläschchen Wein zu genießen. 300 gramm feinstes Fillet, medium-rare, Beilagen und Saucen lenken nur unnötig ab.Was mir an Südafrika beim Essen gehen super gut gefällt ist, neben dem vorzüglichen Essen natürlich, die absolut legere Kleiderordnung selbst in gehobenen Lokalen.Kurze Hosen, T-Shirt und Schlappen sind völlig normal. Wenn man in Deutschland in solch einer Montur ein mittelprächtiges Restaurant betritt wird man entweder schief angeschaut oder des Lokals verwiesen. Solche Abende dürften nie enden ....

Montag, 11. Januar 2010

10.01.2010 Die blutige Schlacht im Albarosa Stellenbosch

Die Geschichtsbücher müssen neu geschrieben werden! Heute Nacht wurde im B&B Albarosa in Stellenbosch die Schlacht der Schlachten geschlagen! Nach einem leckeren Abendessen sind wir ermattet in unser Bett gefallen und haben das Licht gelöscht. Nicht wissend, dass der tückische Hinterhalt bereits gelegt war. Kaum war das Licht aus, fielen die Gegner über uns her. Sie waren zahlreich, klein schnell und wendig und gut bewaffnet. Unsere vereinzelten Versuche der Gegenwehr waren lächerlich und haben die Gegner nur noch zu weiteren Attacken ermutigt. Unser Blutzoll war hoch. Entweder wir gaben noch den Rest unseres wertvollen Körpersaftes her oder Gegenattacke, das war die Frage.Dann bereiteten wir den Gegenschlag vor. Licht an und in den Einzelkampf Mann gegen Frau und Frau gegen Frau. Die Gegner trugen bereits schwer an ihrer Beute. Nur noch Tiefflug war ihnen möglich, so schwer waren sie geworden. Daher wurden Sie zu einem leichten Opfer für uns. Mit dicken Bäuchen konnten sie sich an den Wänden und Decken nicht verstecken. Es gab kein Entrinnen. So wurden die Gegener in der blutigen Schlacht von Stellenbosch in der Nacht vom 10. auf 11. Januar 2010 niedergerungen. Erschöpft fielen wir nach diesem heroischen nächtlichen Kampf wieder in die Kissen und schliefen bis die afrikanische Morgensonne uns weckte. Der Blutverlust konnte durch ein ausgedehntes Frühstück wieder wett gemacht werden. Zu unserem Glück hatten wir am Abend zuvor bereits mit der Reduktion des Alkoholkonsums angesichts des nahenden Urlaubsendes begonnen. So hatten wir ein scharfes Auge und der böse Hinterhalt konnte uns nichts anhaben. Südafrika ist ein modernes Land, doch manchmal kommt die Wildnis noch immer bis in die Zimmer eines B&B!
Be prepared!

10.01.2010 Stellenbosch

Stellenbosch ist sie zweitälteste Stadt Südafrikas (1685) und eine Studentenstadt mit über 20.000 Studenten, die gerade wieder zum Semesterbeginn in die Stadt eintrudeln und mit Leben füllen. Wir sind im B&B Albarosa ganz in der Nähe der historischen Altstadt untergebracht. Dieses B&B ist auch eine der sehr guten Empfehlungen von Barbara (Cactusberry Lodge, Cape Town). Während Franschhoek, "die Ecke der Franzosen", wo wir auf dem Weg von Montagu nach Stellenbosch Halt gemacht haben zwar sehr hübsch aber aus meiner Sicht doch sehr versnobbt ist, kommt Stellenbosch sehr bodenständig daher. In Franschhoek war zum Beispiel die Dichte der Nobelkarossen doch sehr hoch (zwei Audi R8 auf 50 Meter!) und der Blick auf die Immobilienpreise in den Schaufenstern der Immobilienmakler zeigte an, dass die Immobilienpreise sich äquivalent zu den Fahrzeugtypen verhalten. In Deutschland verhält sich Franschhoek zu Stellenbosch vielleicht wie Düsseldorf zu Freiburg. Mir persönlich liegen eher Freiburg und Stellenbosch, wobei ich Stellenbosch wegen des Wetters im direkten Vergleich noch deutlich den Vorzug geben würde. Sorry liebe Düsseldorfer und Freiburger. Es gibt hier schöne Geschäfte zum Bummeln und Shoppen sowie zahlreiche Cafes und Restaurants in denen sich Studenten die Vorlesungs(freie)-Zeit vertreiben können. Die Nähe zu Cape Town und zum Ozean sind weitere dicke Pluspunkte. Wenn ich also einmal auswandern sollte, dann steht Stellenbosch auf der Hitliste der Fluchtorte ganz weit oben. Attraktive Angebote also gerne per email an mich. Da heute Sonntag ist, sind viele Geschäfte geschlossen. In Anbetracht des nahenden Urlausendes werden wir den morgigen Vormittag für Einkäufe von Souvenirs und Mitbringsel verwenden. Der Gedanke an den Heimflug lässt mich allerdings erschaudern. Nicht nur, dass ein Urlaubsende immer etwas Dramatisches und Trauriges an sich hat. Beim Blick auf die Titelseite der FAZ online sehe ich doch tatsächlich einen Bagger Schnee in Norddeutschland von der Autobahn schaufeln. Bitte schaufelt den Schnee auf alle Landebahnen in Deutschland. Dann können wir hier noch etwas verlängern. Diesen Temperaturunterschied von über 40 Grad Celsius (ins Negative wohlgemerkt!) hält doch kein Mensch aus.
Da wir uns auf die wegen Schnee gesperrten Landebahnen nicht verlassen können, geht es morgen dann zur letzten Station des Urlaubs nach Cape Town zurück. Dort sind wir in Tom´s Guesthouse untergebracht, von dem alle unsere B&B-Gastgeber bisher nur geschwärmt haben. Bei der Ankunft hatten wir uns ja relativ schnell aus Cape Town davongemacht. Jetzt steht das volle Touristenprogramm ins Haus.Robben Island fällt aus, da diese Tour in der Hauptsaison lange vorher gebucht werden muß. Ausserdem ist das noch ein guter Grund wiederzukommen. Eine Township-Tour steht aber noch auf der todo-Liste und natürlich das Kap der guten Hoffnung.

Sonntag, 10. Januar 2010

Online Fotoalbum ist wieder aktuell

Mit den Internetzugängen haben wir in den letzten Tagen in den B&B wenig Glück gehabt. Jetzt sind wir in Stellenbosch, der zweitältesten Stadt Südafrikas und einer tollen Studentenstadt in einem der besten Weinanbaugebiete Südafrikas. Lauter Superlative.Auch hier funktioniert das Internet im B&B nicht. Dafür gibt es tolle Studentencafes mit Internetzugang. Ein Geheim-Tip an alle Studenten, die mal ein Auslands-Semester an einem attraktiven Ort einlegen wollen! Es gibt heute natürlich (wieder) Wein zum Abendessen.

09.01.2010 Cango-Caves, Montagu

Da wir den Swatberg-Pass ja bereits einmal gefahren sind waren wir zügig unterwegs. Diesmal hatten wir tatsächlich ein paar Begegnungen mit entgegenkommenden Autos, was zu engen Ausweichmanövern auf der einspurigen Paßstrasse führte. Aber auch an das Fahren auf der Piste gewöhnt man sich relativ schnell. Ich kenne das noch aus früheren Urlauben im Norden Afrikas. Man muß die richtige Geschwindigkeit finden. Entweder man kriecht ganz langsam, dann kommt man allerdings auch nicht voran oder man fährt zügig mit 60 bis 80 km/h, dann fallen die Reifen nicht mehr in jede Rille und es lässt sich ganz gut fahren. Unser Tom Tom geht jedoch von der Kriechvariante bei der Berechnung der Ankunftszeiten aus, so dass immer völlig abwegig späte Ankunftszeiten berechnet werden, sobald auch nur ein kleines Stück Piste dabei ist. Dafür zeigt er rechtzeitig vorher die fest installierten Radarkontrollen mit einem akustischen Signal an. Das ist praktisch, wenn man von der Piste wieder auf asphaltierte Strasse kommt und man dem Geschwindigkeitsrausch zu erliegen droht. Jede Stunde gibt es in den Cango Caves eine Tour durch die Höhlen. Wir haben es punktgenau mit einem kleinen Sprint noch zu 11-Uhr-Tour geschafft. Es gibt eine Standard-Tour und eine Adventure-Tour. Auf der adventoure-Tour geht es tiefer in das Höhlensystem hinein. Diese tour ist aber nur für keine und schlanke Menschen geeignet. Es gibt ein paar Engstellen, wo man sich durchquetschen muß. Eine dieser Engstellen heisst "Postbox", weil hier nur dünne Briefchen reingehen und keine Pakete. Nach der Völlerei hier in Südafrika fühlen wir uns eher wie "Pakete" und ich erinnere mich noch gut an meine Schweißausbrüche beim Besuch der engen Tunnelsysteme des Vietkong in Vietnam. Also Standard- und keine Adventure-Version der Besichtigungstour. Das Höhlensystem ist von beeindruckender Größe und die Führung sehr gut gemacht. Ist es in deutschland vorstellbar, dass der Führer das Licht ausmacht, um ein Lied zu singen?! In den Cango Caves haben wir mehrere afrikanische Lieder mit den typischen Klicklauten zu hören bekommen. Weiter ging es von dort über ein längeres Stück Piste abseits der großen Nationalstrassen. Eine Tour die uns von Filip von der Marula Lodge in Swellendam empfohlen wurde. Er kennt diese Ecken sehr gut, da er hier auch seine Motorradtouren durchführt.Wir haben sogar die durchlöcherten Felsen entdeckt.
Die N62 bietet schöne Aussichten auf die sich wechselnde Landschaft. An einem Felsen direkt an der Strasse entdecken wir plötzlich einen Affenhorde, die ihren Spass mit Kletter- und Rutschpartien am glatten Felsen hat. Ein weitere Sehenswürdigkeit auf der Fahrt ist Ronny´s Sex-Shop. Natürlich ist dies kein Sex-Shop, das wäre in Südafrika undenkbar. Es ist eine Kneipe im middle of nowhere und hies Ronny´s Shop. Da die Kneipe nicht lief, wurde feuchtfröhlich noch einmal zur Schließung der Kneipe gefeiert. In der Bierlaune kam einer der feiernden Kumpels auf die Idee, das "Sex" vor den Shop zu malen. Un schon lief der Laden! Sex sells. Anfänglich haben die Damen einen kostenlosen Drink erhalten, wenn sie im Gegenzug ein Teil ihrer Unterwäsche der Kneipe überlassen haben. Decke und Wände sind zugehängt mit diesen Überlassungsstücken. Diese Tradition musste dann beendet werden. was allerdings von Besuchern weiterhin gepflegt wird, ist die Wände der Kneipe mit Visitenkarten zu pflastern. Eine Tapete ist in diesem Laden völlig überflüssig. Nach einer Cola und einem netten Schwätzchen mit dem Barkeeper ging es dann weiter die restlichen 100 km bis Montagu.

09.01.2010 Prince Albert

Von Prince Albert selbst haben wir ehrlich gesagt nicht allzuviel gesehen ausser unserem B&B De Bergkant Lodge & Cottages und dem netten Restaurant in dem wir zu Abend gegessen haben. Das B&B ist in einem alten Haus, das schon fast wie ein Museum anmutet. Darin residiert der Hausherr George, der die Gäste abends an der Bar empfängt und auf die wenigen kleinen Restaurants im Ort verteilt. Bevor es zum Essen geht, gibt es noch eine kleine Geschichte von berühmten Persönlichkeiten, die schon in diesem B&B genächtigt haben. Wir haben ein Upgrade auf eine Suite bekommen. Das Bad ist wirklich bemerkenswert, insbesondere die Duschen. Irgendwie haben es mir auf dieser Reise die Badezimmer angetan. Daher hier ein paar Eindrücke aus unserem Badezimmer.
Das Abendessen war sehr speziell. Das Restaurant war gleich um die Ecke in einem kleinen Häuschen, das nur Platz für fünf  Tische bot. Das Restaurant hat nur zwei Tage in der Woche geöffnet und ohne vorherige Reservierung ist es aussichtslos einen Tisch zu bekommen. Alle Gäste kommen etwa zur selben Zeit und es gibt ein Menü mit Varianten für die Vorspeise, Hauptspeise und Dessert. Der Chef persönlich erläuterte die Hintergründe zu den Gerichten. So erfuhren wir zu unserer Vorspeise mit Feigen, dass in der Region zwei Sorten an Feigen angebaut werden und diese aus der ersten Ernte kommen. Zum Essen gab es wie immer leckeren südafrikanischen Wein. Wir bevorzugen Rosé und der Wein aus der Region, den wir hier zu trinken bekamen. war einfach vorzüglich. Soviel Wein wie wir hier bereits getrunken haben, übersteigt unser normales Jahrespensum an Alkohol bereits um ein Vielfaches. Aber der Wein hier ist leicht und einfach superlecker. Wir werden bevor es nach Cape Town zurückgeht auch noch eine Nacht in Stellenbosch, mitten in den Vine Lands verbringen, wo die berühmten südafrikanischen Weine herkommen und große Weingüter zu Weinproben einladen. Am nächsten morgen soll es dann nach dem Frühstück direkt weitergehen. Wir müssen über den Paß erst einmal wieder zurück zurück und dann fast wieder bis nach Oudtshoorn, da wir die den Besuch der Cango Caves nachholen wollen. Dann liegen noch etwa 270 km bis zu unserem nächsten Etappenziel Montagu vor uns.Also keine Zeit zum Trödeln.

08.01.2010 Oudtshoorn - ungeplanter Familienzuwachs

Gut gestärkt nach dem Straussen-Rührei sollte es weitergehen auf unserer Fahrt nach Prince Albert, einem kleinen Städtchen in der großen Karoo. Um von Oudtshoorn dorthin zu gelangen geht es über den 1536 Meter hohen Swartberg Pass. Die 72 Kilometer lange Serpentinenstrecke durch eine beeindruckende Berg-Landschaft ist nicht asphaltiert, also Wellblechpiste und das auch noch steil den Berg hoch. Nicht gerade ideales Terrain für unser kleines Wägelchen. Auf dem Weg liegen noch die weltberühmten Caro Caves, rießige Tropfsteinhöhlen beeindruckenden Ausmaßes. Ein schönes und anstrenegndes Tagesprogramm also. Die Koffer waren ins Auto gepackt und ich habe unserem Wägelchen schon Mut zugesprochen "gemeinsam machen wir das schon, ich am Gas und Du mit deinem kleinen Motörchen volle Pulle". Da funkte uns Dario ins Programm. Am Vortag hatte er uns von seinem Projekt erzählt, in dem er Kinder in der Gegend dadurch unterstützt, dass er Paten für das Schulgeld findet. Einfach irgendwohin Geld zu geben, macht in Südafrika gar keinen Sinn. Nur zu schnell ist es weg für Alkohol und andere Dinge und es ist kein Schulgeld mehr für die Kinder da. Auch achtet Dario darauf, dass es Kinder sind, die gut in der Schule sind und zielstrebig. Wir waren gleich Feuer und Flamme für diese Idee. Doch es sind im Moment Schulferien und innerhalb ein paar Stunden lässt sich in Südafrika nichts bewegen, ausser man heisst Dario und ist besessen von einer Idee. Seine Wahl viel auf Chantelle, die zweitjüngste Tochter seines Farmboys. Sie ist 10 Jahre alt und war bereits mehrfach Klassenbeste. Die größere 12-jährige Schwester geht bereits auf eine weiterführende Schule. Wir sollten die Familie und natürlich Chantelle kennenlernen, um zu entscheiden, ob wir sie mit dem Schulgeld unterstützen wollen. Die Familie wohnt in einem kleinen gemauerten Häuschen mit zwei Schlafzimmern und einem Wohnzimmer an der Piste, die zum Straussennest führt. Es war also kein Problem auf dem Weg zu unserer nächsten Station dort Halt zu machen. Es erwarteten uns drei goldige Kinder und die Entscheidung Chantelle zu unterstützen war keine Frage mehr. Jetzt wollten wir uns natürlich auch ein bisschen kennenlernen. Wir  entschlossen uns mit allen Dreien einen kleinen Ausflug zu machen. Ein herausforderndes Unterfangen, in Anbetracht der Tatsache, dassdie große Schwester nur ein wenig Englisch spricht und wir natürlich kein Afrikaans. Also flugs die Koffer wieder in den Pickup von Dario umgeladen und die drei Kleinen ins Auto und ab nach Oudtshoorn. Doch wir kannten Oudtshoorn zu wenig und die Kinder konnten und wollten aus Schüchternheit ihre Wünsche nicht äussern. Durch Zufall liefen uns in Oudtshoorn aber Verwandte der Kinder über den Weg, die gut Englisch sprachen. Die waren natürlich erst einmal geschockt, die Kinder mit zwei Fremden in der Sadt anzutreffen. Doch die Situation war schnell aufgeklärt und dank der Übersetzungshilfe konnten wir einen kleinen Tierpark für Kinder identifizieren, zu dem sie gerne hinwollten. Dort angekommen waren wir natürlich die Attraktion und mussten erklären, wie wir zu den drei kleinen süßen schwarzen Kindern kommen. Die Kinder hatten ihren Spaß beim Füttern von Kaninchen, Eseln und Straussen. Die Kamele waren ihnen unheimlich, nicht aber die großen Burger und die Eiscreme danach. Es ist einfach herrlich in solche glücklichen Kinderaugen zu schauen. Während wir also plötzlich wieder in der Rolle von Eltern kleiner Kindern waren, hat Dario den nächste "Anschlag" vorbereitet. Er hat den Rektor der Schule aus seinen Ferien gerissen und gemeinsam sind wir anschliessend in die Schule gegangen. Dort haben wir das Schulgeld direkt beim Rektor in der Schule einbezahlt und konnten die noch verwaiste Schule besichtigt. Für Chantelle sind jetzt ein paar Steine aus dem Weg geräumt. Sie möchte gerne Anwältin werden. Um das zu schaffen muß sie einen völlig anderen Weg gehen, als all die anderen Mädchen in ihrem Alter, die häufig mit 14 Mutter werden und dann die Schulausbildung abbrechen.Weil kein Geld mehr da ist, keine Zeit und/oder auch keine Motivation.Wir wollen Chantelle ein bisschen dabei helfen, der Antrieb muß jedoch weiter von ihr selbst kommen. Dario wird in Kontakt mit der Schule bleiben und wir erhalten die Schulzeugnisse über ihn. Jetzt hat Südafrika ein Gesicht und einen Namen für uns. Das verändert Vieles. Daneben unterstützen wir ja bereits die Pflegemama und die Suppenküche in Kirkwood, ein Projekt der Lemon3Lodge.

Am späten nachmittag stand dann aber noch die anstrengende Fahrt über den Pass nach Prince Albert an. Mutterseelenalleine haben wir uns die lange Serpentinenstrasse hoch- und wieder heruntergearbeitet, bis wir abends erschöpft, aber glücklich in Prince Albert ankamen.
Vielen Dank an dieser Stelle noch einmal an Dario und Carmen für Eure Unterstützung. Wir kamen als Fremde und gingen als Freunde trifft hier einmal zu! Ich habe größten Respekt vor den Auswanderern in Südafrika, die zu Hause alles stehen und liegen lassen und in einem fremden Land neu anfangen - und bei all dem Stress die Unterstützung für die Hilfsbedürftigen dieses Landes nicht aus dem Auge verlieren.

Samstag, 9. Januar 2010

08.01.2010 Oudtshoorn - mit der Hilti zum Frühstücksei

Was braucht man auf einer Straussenfarm unbedingt als Werkzeug in der Küche? Richtig, die Hilti gehört in die Küche und nicht in die Garage. Denn als Straussenfarmer haben es sich Carmen und Dario von der Straussenfarm nicht nehmen lassen, ein standesgemäßes Frühstücksei zu servieren.Die schlechte Nachricht: es gab nur ein Ei! Die gute Nachricht: das Ei reicht gut für sechs Personen. Eine Anleitung zur Zubereitung und vor allem welche Dimensionen die hierfür erfoderlichen Haushaltsgeräte besitzen müssen gibt es im Online-Fotoalbum. Jetzt steht natürlich noch die Frage offen, wie denn so ein Straussen-Rührei schmeckt? Ich finde, wie ein Rührei eines freilaufenden Huhns vom Bauernhof. Lecker also. Vielleicht ratet ihr dem Bauern eures Vertrauens jetzt einmal die Umstelllung von Hühnern auf Strausse. Der Vorteil: man braucht einfach weniger Eier und zerbrochene Eier gehören der Vergangenheit an.  Dafür darf man sich aber nicht mehr sklavisch an Rezepte für Kuchen halten. Das geht schief! Und in die Hilti kommt dann aus der Garage in die Küche.Die leeren Eier sind auch eine schöne Deco, erfordern zu Weihnachten allerdings einen kräftigen Weihnachtsbaum, sonst wirken die bemalten Eier etwas überdimensioniert oder die Zweige hängen schlapp auf dem Boden.

Wieder online ...

So, nach zwei Nächten ohne Internetanbindung sind wir jetzt in Montagu wieder an das World Wide Web angebunden. Mittlerweile ist aber so viel passiert ...
Ihr seid bestimmt neugierig, ob es Straussenei zum Frühstück gab und wie unser aufregender Urlaub hier in Südafrika zwischenzeitlich weiterging und welche Abenteuer auf uns gewartet haben.
Aber jetzt alles der Reihe nach ...

Donnerstag, 7. Januar 2010

07.01.2010 Oudtshoorn auf der Farm von Carmen & Dario

Heute haben wir die längste Teilstrecke von ca. 400 km hinter uns gebracht. Die Fahrt hat reibungslos geklappt, so dass wir schon am frühen Nachmittag bei Carmen & Dario in ihrem Farmgästehaus eingetroffen sind. Wir sind hier in einem tollen im afrikanischen Stil gebauten Rundhaus untergebracht. Leider nur für eine Nacht, da es die folgenden Nächte schon belegt war. Kaum angekommen, begann für uns schon das richtige Farmerleben. Das Frühstück will ja ordentlich verdient sein. Die Pferde und Kühe kamen vom Feld zurück und wollten versorgt werden. Während es bei den Pferden bei der Fütterung mit Äpfeln und Möhren blieb, mussten die Kühe gemolken werden. So gab es erst einmal eine Einweisung für die Stadtmenschen in die Praxis des Melkens, welche die Kuhe in stoischer Ruhe über sich ergehen ließ.

Lohn der Mühe war ein Gläschen frisch gemolkener warmer Milch. Frischer gehts nicht. Nachdem die Hitze des Tages etwas nachgelassen hat, sind wir von Dario in die Welt der Strausse eingeführt worden. Neben Hunden, Pferden und Kühen haben über 100 Strausse ihr Zuhause auf dem Farmgästehaus. Bei einer Tour über die Farm erzählte uns Dario viel Wissenswertes über die Geschichte der Straussenzucht und über diese interessanten Tiere. Bei der Fütterung standen wir dann mittendrin zwischen diesen mannsgroßen Tieren mit den langen Hälsen, als sie uns die Maiskörner aus dem Eimer und aus der Hand pickten. Ein wirklich beeindruckendes Erlebnis. Der Farmboy hatte gerade heute Geburtstag. Auf dem Pickup von Dario ging es daher auf Besuch zu seiner Familie, wo es dann ein kleines Fußballspiel Touristen gegen Einheimische kam. Mit 2:1 haben wir das Spiel knapp gewonnen. Manu bekam von den südafrikanischen Mädchen auch gleich noch eine afrikanische Frisur geflochten. Den Ausklang dieses erlebnisreichen Nachmittags bildete der südafrikanische Grillabend ("Braai") mit unseren beiden B&B Gastgebern Carmen & Dario. Dabei bekamen wir auch gleich noch fachkundig den südlichen Sternenhimmel erklärt. Den Stern des Südens und meinem Sternzeichen Zwilling konnte ich mit Darios Hilfe am klaren Sternenhimmel identifizeieren. Auch wie die Seefahrer aus dem Sternenbild die Uhrzeit und die Himmelsrichtungen bestimmen konnten haben wir gelernt. Ob es die heute eingesammelten Strausseneier morgen zum Frühstück gibt, wird natürlich erst morgen verraten. Bilder gibt es dann auch morgen wieder.
Gute N8

Mittwoch, 6. Januar 2010

06.01.2010 Catwalk

Zu Hause bin ich in der Nachbarschaft dafür bekannt, dass ich mit unseren zwei Katzen (Crispy und Crunchy) spazieren gehe. Ganz ohne Leine, dafür gibt es natürlich auch kein Sitz oder Platz. Der Nebeneffekt ist, dass ich alle Hunde und deren Besitzer kenne, da wir die gleichen Runden drehen. Ich brauche für die gleiche Runde allerdings oftmals etwas länger als die werte Nachbarschaft, da unsere Fellnasen immer noch etwas in den Bäumen sitzen bleiben, bis Nachbars Hund ausser Sicht ist. Ich stehe dann halt etwas blöd um einen Baum herum, aber das passiert Hundebesitzern ja auch ab und an. Im Urlaub fehlen uns natürlich die Fellnasen und da in Südafrika das Land, die Portionen und bis auf unser Mietwägelchen eigentlich alles viel größer ist, muß hier natürlich auch eine XXL-Version des Catwalks her. Unser B&B Hosts haben uns auf eine Cheetah-Aufzucht-Station ganz in der Nähe aufmerksam gemacht. Dort werden die Geparden unter anderem für Parks nachgezüchtet. Auch verletzte Tiere wie ein Zebra finden dort eine Heimat. Am späten nachmittag gibt es die Möglichkeit mit zwei zahmen Cheetah spazieren zu gehen. Diese Gelegenheit konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Die Begegnung mit diesen Tieren war beeindruckend. Sie vermitteln eine unheimliche Elegenz und Kraft. In drei Sekunden auf 100 km/h ist schon eine sehr beachtliche Leistung, die einen Porsche glatt abblitzen lässt. Nach 200 Metern ist allerdings Schluss, dann ist die Power zu Ende. Im Gegensatz zu Hauskatzen können sie die Krallen nicht einziehen und auch nicht auf Bäume klettern. Dies erschwert ihnen das Jagen ungemein. Was sie aber können wie Hauskatzen ist Schnurren, wenn ihnen danach ist. Nur ein paar Dezibel lauter eben. Wie ein Diesel, meinte unser Guide, aber Leistung wie ein V12 - mindestens!
Wieder ein einprägsames und tolles Erlebnis hier in Südafrika. Dieser Tag hat die vollkommenen Gegensätze dieses Landes aufgezeigt. Township, Aids und Elend am morgen, eine faszinierende Tierwelt am nachmittag. Wir genießen die angenehme Seite, versuchen aber auch mitzuhelfen das Leid zu mindern. Ein afrikanisches Patenkind haben wir bereits seit vielen Jahren. Was wir hier gesehen haben motiviert jedoch, sich noch mehr zu engagieren für die Kinder dieses Landes die die Zukunft bedeuten.
Morgen haben wir das mit 400 km längste Teilstück bis nach Oudtshoorn, der Hochburg der Straussenzucht, vor uns. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit und gleichzeitig obere Leistungsgrenze unseres Wägelchen beträgt 100-120 km/h. Wir werden also vier bis fünf Stunden für die Strecke benötigen. Dort angekommen werden wir auf einer Straussenfarm übernachten und ich bin schon schwer gespannt auf die Frühstückseier, die uns dort serviert werden! Bei den Südafrikanern muß man bei den Portionen immer auf XXL+ gefasst sein. Aber wir werden auch von dort live berichten, wenn uns nach dem Frühstücksei nicht der Eiweißschock erwischt hat ;-)